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Nicaragua: Viele befürchten einen Zusammenbruch des Landes

Managua (idea) – Christliche Hilfswerke und Kirchenvertreter haben sich besorgt über die zunehmende Gewalt in Nicaragua geäußert. Mittlerweile sind bei den Unruhen seit Mitte April über 350 Menschen ums Leben gekommen. Auslöser war eine mittlerweile zurückgenommene Ankündigung einer Reform des Rentensystems. Inzwischen fordern die Demonstranten den sofortigen Rücktritt des sozialistischen Präsidenten Daniel Ortega, was

Paramilitärs im Rebellenviertel Monimbó: „Die Lage in Nicaragua ist

extrem besorgniserregend“, sagt der Sekretär der interamerikanischen

Menschenrechtskommission. – APA/AFP/MARVIN RECINOS

 

 

dieser ablehnt. Er wirft den Regierungsgegnern vor, einen Putsch vorzubereiten. Die (katholische) Bischofskonferenz Nicaraguas hat zu einem Monat des fürbittenden Gebets aufgerufen, der noch bis zum 15. August andauern soll.

 

"Hilfe für Brüder International“: Es herrscht große Unsicherheit

Als sehr ernst bezeichnete gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auch das christliche Hilfswerk „Hilfe für Brüder International“ (Stuttgart) die Situation. Die Organisation ist in dem Land etwa im Bereich HIV-Aufklärungsarbeit tätig und führt in Kooperation mit Organisationen und Kirchen Schulungen zu Hygiene, Landwirtschaft sowie Mikrounternehmen durch. Einige Programme habe man bereits seit mehreren Monaten aussetzen müssen. Es herrsche große Unsicherheit, sagte die Projektmanagerin Lateinamerika, Dorothee Kuhs: „Viele befürchten einen kompletten Zusammenbruch des Landes, wie er momentan in Venezuela zu beobachten ist.“ Ihr zufolge ist es noch völlig unabsehbar, wie verheerend die Auswirkungen der Aufstände für die langfristigen Entwicklungsprojekten sind: „Die Christen im Land brauchen dringend unser Gebet.“

Unter den Opfern sind auch Christen

Unter den Opfern der Angriffe sind auch kirchliche Vertreter. Der (katholische) Weihbischof von Managua, Silivo Baez, wurde bei einer Attacke von regierungsnahen Paramilitärs in einer Kirche in Diriamba leicht verletzt. Er warf der Regierung auf Twitter vor, „die Grenze zu Inhumanität und Unmoral“ überschritten zu haben. Bischof Juan Abelardo Mata (Esteli) wurde am 15. Juli in seinem Auto beschossen, blieb aber unverletzt. Anfang Juli griffen Regierungstruppen eine Kirche an und töteten zwei Studenten, die an Protesten teilgenommen hatten. Sie gehörten zu einer Gruppe von 150 Demonstranten, die in der „Divina Misericordia“ (Göttliche Barmherzigkeit) in Managua Schutz vor den Sicherheitskräften gesucht hatten. Wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) berichtet, verübten Unbekannte in Sebaco zudem einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Caritas. Verletzt wurde dabei offenbar niemand. 56 Prozent der 6,3 Millionen Einwohner des Landes sind römisch-katholisch, 34 Prozent gehören verschiedenen protestantischen Gemeinschaften an.

Ein Demonstrant feuert ein Geschoss ab. Auslöser für die Unruhen war eine Ankündigung des Präsidenten, die Renten zu kürzen. Foto: picture-alliance/AP Photo
Ein Demonstrant feuert ein Geschoss ab. Auslöser für die Unruhen war eine Ankündigung des Präsidenten, die Renten zu kürzen. Foto: picture-alliance/AP Photo
Quelle: https://www.idea.de/menschenrechte/detail/nicaragua-viele-befuerchten-einen-zusammenbruch-des-landes-105997.html

Nicaragua: Evangelikaler Pastor und seine Familie getötet

Ausschreitungen schränken Leben der Christen ein

Managua (idea) – In dem von Präsident Daniel Ortega autoritär regierten Nicaragua hält die Gewalt an. Seit April sind in dem mittelamerikanischen Land über 200 Menschen bei den Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition getötet und etwa 2.000 verletzt worden. Auslöser war die Ankündigung von Ortega, die Renten zu kürzen. Unter den Toten sind dem Internet-Magazin „Evangelical Focus“ zufolge auch ein evangelikaler Pastor und fünf Familienangehörige. Oscar Velasquez Pavon und seine Frau Maritza Lopez sollen Pro-Regierungskräften den Zugang zu ihrem Haus in der Hauptstadt Managua verweigert haben. Daraufhin hätten diese mit Molotow-Cocktails das Haus in Brand gesteckt. Außer dem Ehepaar kam auch dessen Tochter, der Schwiegersohn sowie die drei Monate und drei Jahre alten Enkelkinder ums Leben.

Christliche Schulen und Kirchen von Straßenblockaden betroffen

Der aus Deutschland stammende Missionar Gerhard Mantei in Masatepe (bei Managua) bestätigte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea den Extremzustand in dem Land. Er könne nicht mehr vor die Tür gehen. Zu groß sei die Gefahr, ausgeraubt oder erschossen zu werden. Die Christen in Masatepe würden sich nur noch an fußläufig erreichbaren Versammlungsorten treffen. Es gebe zahlreiche Straßenblockaden. Das habe mittlerweile zu einer Lebensmittelknappheit geführt. Wegen der Straßensperren könne derzeit auch der Unterricht für etwa 1.100 Kinder an den beiden von ihm geleiteten christlichen Schulen in Masatepe und Santa Teresa nur eingeschränkt stattfinden. Er hoffe, dass sich der Schulbetrieb bald wieder normalisiere. Mantei arbeitet für das christliche Hilfswerk „Nehemia“ mit Sitz im hessischen Nidda. Die Tochterorganisation des pfingstkirchlichen Missionswerks „AVC – Aktion für verfolgte Christen“ betreibt Schulen, Krankenhäuser und andere humanitäre Projekte in rund 25 Ländern.

Lazarette in Kirchen

Auch die zuständige Projektleiterin des Schweizer Zweigs der Menschenrechtsorganisation „Christian Solidarity International“ (Christliche Solidarität Weltweit), Agnes Wertgen (Binz), spricht von einem Ausnahmezustand. Das Werk unterstützt Kinderprojekte der Karmeliter-Schwestern in Bluefields, Puerto Cabozas, Tipitapa und Santa Rosa. Sie fürchteten um die eigene Sicherheit und die der Kinder, so Wertgen. Die Regierung überwache ihre Arbeit sehr genau. Grund sei, dass katholische Kirchen ihre Gebäude vermehrt zu Lazaretten umfunktionierten. Freiwillige versorgten dort Verletzte, weil die Regierung es laut Wertgen den Krankenhäusern untersagt hat, verwundete Oppositionelle zu behandeln. CSI wurde 1977 in der Schweiz gegründet und hat dort seinen Hauptsitz. Die Organisation setzt sich für Religionsfreiheit und Menschenwürde ein. 56 Prozent der 6,3 Millionen Einwohner sind römisch-katholisch, 34 Prozent gehören verschiedenen protestantischen Gemeinschaften an.

 

Quelle: https://akref.ead.de/akref-nachrichten/nachrichten-akref/2018/juni/24062018-nicaragua-evangelikaler-pastor-und-seine-familie-getoetet/

Liebe Freunde,

wir möchten Sie weiterhin über die Entwicklung der Situation der Christen in Syrien auf dem Laufenden halten. Bitte schauen Sie sich den kurzen Clip an. Gerne können Sie ihn teilen und in Ihren Ostergottesdiensten zeigen.

Ostern bedeutet Gottes Triumph über alle Macht der Finsternis. Mit unseren Gebeten können wir zu einem "Ostern" in Syrien beitragen.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Auferstehungsfest.

In herzlicher Verbundenheit
Pawel Sturz

[AVCEXHG-AVIRA]